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Die Idee Alles begann an dem bierfröhlichen Silvesterabend 1996. Man beschloss, endlich mal zu überprüfen, wie groß die Biermenge sei, die man so in einem Jahr verköstigt....
Es stand nämlich die Literangabe über den durchschnittlichen jährlichen Bierkonsum des deutschen Bundesbürgers im Raum: 144 Liter. Tranken wir auch so viel? Oder mehr? Oder weniger? Waren wir Durchschnitt, oder Ausnahmebiertrinker? Diese Frage musste beantwortet werden! Sobald die Idee geboren war, das ganze Jahr 1997 hindurch seinen Bierkonsum festzuhalten, fanden sich auch schon vier Freiwillige, die dieses schier unmöglich erscheinende Abenteuer wagen wollten.
Es wurden Listen angefertigt, auf denen jeder noch so kleine Schluck Bier im ganzen Jahr festgehalten werden sollte.Ich glaube, an diesem Abend dachte keiner so recht daran, dass wir es schaffen würden. Beschlüsse aus Bier-Launen heraus, Vorsätze für´s neue Jahr, man kennt das ja... Am nächsten Morgen ist meist nur noch der stechende Schmerz im Kopf präsent. Nichtsdestotrotz trugen die Testpersonen brav ab 24.00h ihre Biere in die noch jungfräulichen Listen ein. Die Gründung Vier Wochen später: Nachfragen ergaben, dass alle Probanten tatsächlich immer noch ihre Bier-Liste mit sich führten und auch Gebrauch davon machten. Einige Liter Bier waren schon zusammengekommen und langsam musste man sich Gedanken machen, wie, wo und durch wen die sich ansammelnden Daten verwaltet und organisiert werden sollten. Zu diesem Zweck wurde das Bierrechenzentrum Freiburg gegründet. Der spätere 1. Vorsitzende wohnte damals noch in Freiburg im Breisgau. Dort gingen stets die aktuellen Zahlen ein, dort wurden sie computerunterstützt verwaltet. Ein erster Zwischenergebnis-Präsentationsabend auf der ATC-Hütte im Schwarzwald nach ca. 7 Wochen war ein voller Erfolg. Die Anwesenden verfolgten begeistert die statistischen Darstellungen, medienunterstützt in Wort und Bild vorgetragen. Schade war hier nur, dass noch keine Vergleichswerte aus anderen Monaten vorlagen. Dies spornte unsere Testpersonen natürlich an, auch in Zukunft ihre Bierlisten gewissenhaft auf dem neuesten Stand zu halten. Mitte des Jahres verlegte das BRZF seinen Hauptsitz nach Karlsruhe und hatte nun auch einen gewählten Vorstand: einen 1. Vorsitzenden, einen 2. Vorsitzenden, einen Schriftführer und einen Braumeister (natürlich bestand der Vorstand ausschließlich aus den 4 Testpersonen ) Zweimal im Jahr wurden die Testpersonen mittels eines "BRZF-Rundbriefs" über den neuesten Bier-Stand auf dem laufenden gehalten.
Halbjahresrundbrief 1997 (pdf)
Endjahresrundbrief 1997 (pdf)
Mittlerweile war die Bierliste zu einem nicht mehr wegzudenkenden Begleiter im Geldbeutel geworden, und nun schaute auch kaum noch einer blöd oder fragte dumm, was man denn da mache, wenn man nach jedem Bier in der Kneipe oder sonstwo ein Kreuz auf seinem Zettel machte. Die ursprünglichen Bierlisten vom Silvesterabend waren längst zerfleddert und zerfetzt, nur die Originalliste einer Testperson hielt tatsächlich (wenn auch in einem bedauernswerten Zustand) ein ganzes Jahr lang durch. Das erste Brauen Gegen Ende des Jahres beschloss das BRZF seine Aktivitäten auszuweiten. Man wollte nicht nur konsumieren, sondern auch produzieren. So entstand (in äußerst geringer und dadurch kostbarer Menge) ein selbstgebrautes Bier, das den Namen "Braugraph" erhielt. Es sollte beim großen Abschlussabend im Januar 1998 ausgeschenkt werden. Außerdem war für diesen Abend neben der Präsentation der Bier-Statistik auch eine Bier-Olympiade geplant, angefüllt mit Rate- und Geschicklichkeitsspielen rund um das Thema "Bier". Ende Dezember `97 liefen die Vorbereitungen auf vollen Touren. Die erste Bier-Party Dann war es soweit: Das Jahr 1998 war angebrochen, man musste sich schweren Herzens von seiner Bierliste trennen, die in vielen lustigen Stunden stets ein treuer Begleiter war (noch einige Zeit danach zuckte die Hand bei jedem Bier automatisch zum Bleistift); alle Daten waren gesammelt und ausgewertet, das "Braugraph Kellerpils" war gegoren und gereift. Die Bier-Party konnte beginnen! Dieser Abend im April 1998 ist dann tatsächlich in die Geschichte von was auch immer eingegangen, will sagen, es war grandios! Die ca. 30 Anwesenden waren begeistert von den Präsentationen des BRZF, die sich in folgende Teilthemen aufgliederte: "Bierstatistik 1997", "Geschichte des Biers", "Bierbrauen leichtgemacht" und "Medizinischer Aspekt des Bieres". Danach begann die Bier-Olympiade, die unter anderem Etiketten-Raten, Bierdeckelhausbauen und eine Biergeschmacksprüfung beinhaltete. Nach der Verköstigung des neuen "Braugraph Kellerpils" und der Siegerehrung gab´s kein Halten mehr: der gelungene Abend gipfelte in einer unglaublichen Bierdeckel-Schlacht, an die sich die Beteiligten bestimmt noch mit warmen Gedanken erinnern können.
Einladung zum Präsentationsabend 1998 (pdf) Der Neustart Danach wurde es einige Jahre ruhig um das BRZF. Im Jahr 2002 trat aber der Vorstand spontan zu einer Sitzung im Oktober zusammen, wurde hierbei prompt wiedergewählt und plante eine neue Brau-Aktion für Dezember 2002. Außerdem wurde eine erneute statistische Erhebung für das Jahr 2003 angesetzt.
Seither braut das BRZF in unregelmäßigen Abständen online, das heißt, man kann im Internet per Chat und Webcam am Brauvorgang teilhaben. Die letzte Bier-Statistik wurde im Jahr 2008 durchgeführt. Und das nächste Event kommt bestimmt...  |